| Gestundete Zeit |
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Eine Begegnung mit Ingeborg Bachmann
Veranstaltungsform: Vortrag In den fünfziger Jahren ist sie der "neue Stern am deutschen Poetenhimmel" (G. Blöcker), man lobt ihre "reine, große Poesie" (Siegfried Unseld) und spricht, mit Blick auf ihre Gedichte, von "Höhenzügen deutscher Lyrik" (Joachim Kaiser): Ingeborg Bachmann ist nach Erscheinen ihrer beiden Gedichtbände Die gestundete Zeit (1953) und Anrufung des Großen Bären (1956) der neue Star der Literatur. Sie gilt bis heute als die bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin der Nachkriegszeit, und die (männliche!) Literaturkritik hat ihr den Wechsel zur Prosa nicht verziehen - Marcel Reich-Ranicki spricht von ihr als der "gefallenen Lyrikerin". Erst die feministische Literaturwissenschaft entdeckt die Bedeutung, das Bahnbrechende ihrer Erzählungen und ihres einzigen zu Lebzeiten erschienenen Romans Malina (1971). „Ingeborg Bachmann ist die erste Frau der Nachkriegsliteratur des deutschsprachigen Raumes, die mit radikal poetischen Mitteln das Weiterwirken des Krieges, der Folter, der Vernichtung in der Gesellschaft, in den Beziehungen zwischen Männern und Frauen beschrieben hat.“ (Elfriede Jelinek) "(...) haarsträubend Genaueres über das Erschrecken in den Beziehungen zwischen Mann und Frau ist in diesem Jahrhundert in deutscher Sprache nicht geschrieben worden.“ (Dieter Bachmann) Die Veranstaltung bietet einen Einblick in die Person Bachmanns, diskutiert an den Texten die unterschiedlichen Sichtweisen auf ihre Lyrik, und bringt mit Lesungen aus ihrer Prosa die Erzählerin Ingeborg Bachmann näher. Honorar:
Das Honorar für Vorträge liegt bei EUR 295,- zzgl. MwSt., für Seminare zwischen EUR 495,- und EUR 895,- zzgl. MwSt., je nach Dauer und Aufwand der einzelnen Veranstaltungen (Halbtagesseminare, Tagesseminare oder Seminar-Wochenenden).
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